Viele Heuschnupfenpatienten reagieren nicht nur auf Pollen, sondern auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Deshalb ist schon beim Einkaufen Vorsicht geboten. Foto: Techniker Krankenkasse/News-Reporter.NET

Vorsicht Wechselwirkungen: Kreuzallergie

30. Jun. 2009 Jeder fünfte Deutsche leidet an einer Pollenallergie. Die meisten von ihnen können aufatmen, wenn der Sommer den pollenreichen Frühling verdrängt. Aber: Jeder zweite Heuschnupfenpatient reagiert nicht nur auf Pollen allergisch, sondern auch auf bestimmte Nahrungsmittel. Und zwar das ganze Jahr über. Die Folgen sind geschwollene Schleimhäute in Mund und Rachen, Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreaktionen. Schützen kann Betroffene das Allergie-Frisbee, eine Info-Drehscheibe der Techniker Krankenkasse (TK). Sie zeigt, bei welcher Allergie welche Lebensmittel tabu sind – und was alternativ auf dem Speiseplan stehen kann.

„Ursache einer Kreuzallergie sind Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, die mit den Allergieauslösern von Pollen verwandt sind – oder ihnen zum Verwechseln ähneln“, erklärt Nicole Battenfeld, Ernährungswissenschaftlerin bei der TK. So greifen die Antikörper, die eigentlich bestimmte Pollenarten erkennen und bekämpfen, auch die Inhaltsstoffe der Lebensmittel an und umgekehrt. Wer an einer Birkenallergie leidet, muss deshalb zum Beispiel bei Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Pfirsichen sowie Hasel- und Walnüssen wachsam sein. Reagiert man allergisch auf Gräser- oder Getreidepollen, verträgt man oft keine Tomaten, Erdnüsse, Bohnen, Linsen und Erbsen.

Wer seine persönlichen Allergieauslöser kennt, sollte am besten auf sie verzichten. Oder mit einem Blick auf das Allergie-Frisbee schauen, welche Alternativen es gibt: „So kann man zum Beispiel Äpfel durch Kompott oder Apfelmus ersetzen – oder zunächst rote Apfelsorten probieren, die viele Allergiker besser vertragen als grüne“, so Battenfeld. Viele Lebensmittel verlieren zudem ihre allergieauslösende Wirkung, sobald sie tiefgefroren oder erhitzt werden. Schon beim Einkaufen gilt es, die Augen offen zu halten: Zutaten, die sehr häufig allergen wirken, wie Sellerie, Soja oder Nüsse, müssen bei Nahrungsmitteln seit 2005 deklariert werden. Aber bei Fertiggerichten, Trockensuppen und Gewürzmischungen ist Vorsicht geboten. Nicht immer ist klar ausgezeichnet, welche Stoffe sie enthalten. Zum Beispiel birgt bei einer starken Nussallergie sogar Vollmilchschokolade ein Risiko. Battenfeld: „Wenn mit denselben Maschinen zuvor Nuss-Schokolade hergestellt wurde, kann auch eine Vollmilchtafel Spuren von Nüssen enthalten.“

Mehr Informationen zu Kreuzallergien enthält die TK-Broschüre „Allergien“, die unter www.tk-online.de zum Download bereitsteht. Das Allergie-Frisbee kann über die Mail-Adresse tk-themen@tk-online.de oder per Post unter Techniker Krankenkasse, Pressestelle, 22291 Hamburg kostenlos bestellt werden. (News-Reporter.NET/SV)