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Wenn das Wetter draußen zum Spielen einlädt, können nicht alle Kinder die frische Luft so unbeschwert genießen. Heuschnupfen plagt inzwischen etwa 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Foto: ABDA/News-Reporter.NET![]()
Heuschnupfen ist keine Bagatelle
07. Apr. 2009 Während die einen die ersten warmen Frühlingstage genießen, spielt bei den anderen das Immunsystem verrückt: Die Heuschnupfensaison ist eröffnet. Etwa 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland reagieren allergisch auf Pollen, Tendenz steigend. Im Durchschnitt verursacht Heuschnupfen bei jedem betroffenen Schulkind vier Krankheitstage pro Jahr. Vier von fünf Betroffenen nehmen antiallergische Medikamente ein.
Entgegen dem Vorurteil ist Heuschnupfen keine Bagatellerkrankung, denn unbehandelt kann er sich zu Asthma entwickeln. „Atemwegserkrankungen sollten bei Kindern so früh wie möglich erkannt und behandelt werden“, so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Neben Hinweisen zur medikamentösen Behandlung helfen Apotheker auch bei der Prävention des Heuschnupfens.
Bei starkem Pollenflug sollten sich betroffene Kinder im Freien nicht körperlich verausgaben. Die ideale Zeit zum Lüften hängt von der Lage der Wohngegend ab: In ländlichen Gebieten ist der Pollenflug abends am geringsten, in der Stadt hingegen lüften Heuschnupfen-Geplagte am besten morgens zwischen sechs und acht Uhr. Eltern können darüber hinaus einiges zur Vorbeugung tun. So sollten Säuglinge mindestens in den ersten vier Lebensmonaten gestillt werden. Passivrauchen steigert das Allergierisiko. Eine allgemeine Diät zur Allergieprävention kann für Kinder nicht empfohlen werden. Wenn das Allergierisiko genetisch bedingt erhöht ist, sollten Familien auf ein Haustier verzichten. (News-Reporter.NET/as)


