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Hat eine Biene beziehungsweise Wespe zugestochen und bleibt der Stachel stecken, ist dieser mit einer Pinzette zu entfernen. Man sollte nicht daran herumdrücken, denn dadurch verbreitet sich das Gift noch mehr. (aussiegall/Flickr)![]()
Der richtige Umgang mit Insektenstichen
02. Jun. 2010 mp Düsseldorf - Insektenstiche trüben oftmals die Sommerlaune. Denn sie können einen erheblichen Juckreiz auslösen und sogar Schmerzen verursachen. Damit der Urlaub nicht darunter leidet, sind einige Tipps zu beachten. So empfiehlt es sich beispielsweise besonders in Grünanlagen und Wäldern, Kleidung zu tragen, die die Arme und Beine möglichst vollständig bedeckt. Barfußlaufen im Sommer macht zwar Spaß und ist gesund, aber beim Gang über eine Wiese besteht die Gefahr, auf eine Biene oder Wespe zu treten. Daher gilt es, Vorsicht walten zu lassen.
Da Mücken vom menschlichen Schweißgeruch angezogen werden, kann eine gründliche Körperhygiene schützen. Anti-Insektencremes, -gele, -sprays oder -lotionen halten die Insekten nur bis zu einem gewissen Grad fern. Geruchsstoffe wie Zedern- oder Zitronenöl wirken ebenfalls insektenabweisend. Süße Düfte wie der Geruch von Limonaden, alkoholischen Getränken, Kuchen oder Parfum locken vor allem Wespen und Bienen an. Daher sollte darauf im Freien verzichtet werden. Genießt man beispielsweise auf seinem Hotelbalkon süße Getränke, sind diese aus durchsichtigen Gläsern oder Bechern zu trinken. Dann kann man erkennen, ob sich eventuell eine Biene im Getränk befindet und verhindert somit, dass man sie verschluckt. Ideal sind Deckel, durch die ein Trinkhalm gestochen werden kann. Ungebetene Gäste gelangen so gar nicht erst bis zur Erfrischung. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn in manche Halme kann auch eine Wespe kriechen. Ein einfacher Bierdeckel kann die Glasöffnung in den Trinkpausen abdecken. Vor dem Trinken ist auf jeden Fall ein Blick ins Glas zu werfen. Mit Süßem verschmierte Haut und Kleider von kleinen Kindern sind gründlich abzuwaschen, damit keine Insekten angelockt werden.
Hat eine Biene beziehungsweise Wespe zugestochen und bleibt der Stachel stecken, ist dieser mit einer Pinzette zu entfernen. Man sollte nicht daran herumdrücken, denn dadurch verbreitet sich das Gift noch mehr. Wer den Stachel nicht zu fassen bekommt, ist dieser besser fachmännisch von einem Arzt entfernen zu lassen. Auf keinen Fall kratzen, um den Juckreiz zu lindern - auch nicht bei Mückenstichen. Das Jucken wird dadurch meist nur verstärkt. Die Einstichstelle ist mit kalten Umschlägen, Eiswürfeln, Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln zu kühlen. Der Schmerz lässt dann nach und die Schwellung geht schneller zurück. Zudem ist es ratsam, mit einem Kugelschreiber einen Kreis um die rote Stelle zu ziehen, um beurteilen zu können, ob sich die Rötung vergrößert. Das kann ein Zeichen für eine Entzündung oder allergische Reaktion sein, die von einem Arzt zu behandelt ist.
Ein Insektenstich im Mundraum kann sogar lebensgefährlich sein, da die Schleimhaut anschwellen kann, verengensich die Atemwege und können sich sogar ganz verschließen. Dann besteht Erstickungsgefahr. Eis oder Eiswürfel können hierbei Linderung schaffen, sogar lebensrettend sein. Zusätzlich ist der Körper an der Einstichstelle von außen mit kalten Umschlägen um Hals und Nacken zu kühlen. Es ist dringend ein Arzt aufsuchen beziehungsweise der Notruf zu alarmieren. Gleiches gilt bei Anzeichen einer allergischen Reaktion wie zum Beispiel Wasserblasen auf der Haut, Atemnot, kalter Schweiß, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit.
Kommt man abends zurück ins Hotelzimmer, ist erst das Fenster zu schließen und erst danach das Licht einzuschalten. Einen wirksamen Mückenschutz für eine ungestörte Nachtruhe bieten immer noch das Moskitonetz und Fliegengitter vor den Fenstern. Das Moskitonetz sollte weit um das Bett herum fallen und der Saum auf dem Boden ruhen, ansonsten schlüpfen die kleinen Blutsauger unter das Netz. Dies ist vor allem in tropischen Regionen wichtig, weil Moskitos dort schwere Krankheiten wie die Malaria übertragen können. Zudem treiben in den Tropen Sandflöhe ihr Unwesen und stechen gern. Das ungewollte Mitbringsel aus dem Urlaub ist gekennzeichnet durch einen weißlichen Knoten mit schwarzen Zentrum auf der Haut. Sandflöhe befallen beim Menschen meist die Fußsohlen, die Zehenzwischenräume sowie die Nagelränder. Nur selten treten sie an Händen, Ellenbogen oder in der Leistenregion in Erscheinung. Die Knoten sollten chirurgisch entfernt werden, denn durch Juckreiz und dann Kratzen entstehen laut der "Ärzte Zeitung" fast immer Superinfektionen. Als Schutzmaßnahme wird empfohlen, nicht barfuß im Sand zu laufen. Außerdem ist es ratsam, auf Füße und Schuhe insektizidhaltige Cremes, Sprays oder Lotionen aufzutragen.
Wer von seiner Insektenstiche-Allergie weiß, sollte immer seine Medikamente gegen Insektengift griffbereit haben. So können Familienmitglieder oder Freunde im Notfall erste Hilfe leisten. Außerdem fährt man bei schlimmeren Auswirkungen eines Insektenstichs niemals selbst mit dem Auto zum Arzt, da man unterwegs bewusstlos werden könnte und somit einen lebensgefährlichen Unfall verursachen kann. Tanja Albat/mp mp/al


